Dienstag, 25. Juni 2013

Ein Frauenmantel in Anlehnung an die Haithabufunde

Die Frage nach einem Mantel als Bestandteil der wikingerzeitlichen Frauentracht hat Fjørgyn schon lange beschäftig. Nicht nur weil sie sich für das Thema an sich interessiert, sondern auch, weil ihr Abends trotz Lagerfeuer immer wieder zu kalt war.

Der bei vielen Darstellern allseits beliebte Rechteckmantel kann im allgemeinen wohl eher als Statussymbol wohlhabender und herrschender Männer betrachtet werden und kam somit nicht in Frage. Aus dem Fundkomplex der wikingerzeitlichen Handelssiedlung Birka gibt es jedoch Hinweise auf ein nach vorne offenes Frauengewand1.

So entschloss sich Fjørgyn kurzerhand einen solchen Mantel in Anlehnung an jene Textilreste aus dem Hafen von Haithabu anzufertigen, die als Fragmente der Frauenobertunika angesprochen werden. Aufgrund des dürftigen Fundmaterials kann nicht eindeutig belegt werden, ob diese ursprünglich vorne offen oder geschlossen war.

Bedeutend für ein mögliches Schnittmuster waren vor allem die als Keilstücke (Gere) gedeuteten Fragmente, die von einem etwa knöchellangen, künstlich eingefärbtem Gewand in Gleichgratköperbindung 2/2 stammen. (Frag. 6A-B, 21A-B). Diese lassen aufgrund ihrer umgeschlagen Saumkante und Nähte auf ein mit einem Futterstoff und Besatzstreifen versehenes Kleidungsstück schließen.


Fragmente 6A & 6B

 
Fragmente 21A & 21B

Als Ärmel des Mantels kam das gut erhaltene Ärmelfragment 57 in Frage, welches ich in diesem Beitragbereits genauer beschrieben habe. Aufgrund der Modelung des Ansatzes kann von einem zur Schulter hin eingezogenem Ärmelausschnitt am Rumpf des Gewandes ausgegangen werden. Dieses von Hägg aufgrund der Länge von 58cm als Armteil eines Männergewandes angesprochene Fragment kann jedoch wegen seines eingezogen Schnittes durchaus auch Teil eines von einer Frau getragenen Kleidungsstück stammen, da dieser eine solche Länge erfordert.

Für die Herstellung des Mantels entschied sich Fjøergyn für einen naturbraunen Wollköper in Gleichgratbindung sowie einen mit Eichenrinde gefärbten, ebenfalls gleichgratbindigen Wollköper als Futterstoff. Für die Teilstücke des Ärmelsschnittes wählte sie sich aufgrund der stark dunklen Färbung des Orignalfragmentes für einen mit Indigo gefärbten Stoff.
Die Vorderseite des Mantels überlappt auf der einen Seite und wird mit einer Fibel geschlossen. Dies steht im Gegensatz zu dem von Hägg vermuteten, mittig geschlitzten Mantel und bleibt spekulativ.



Gesamtansicht des Mantels


Detailansicht des Halsausschnittes


Detailansicht Ärmelkonstruktion außen...


...und innen




weitere Details


1 Hägg, Inga - Mantel och kjortel i vikingatidens dräkt

Mittwoch, 29. Mai 2013

Neue Überlegungen zur Haithabu-Untertunika

Derzeit recherchiere ich zur Konstruktion der Obertunika aus den Textilfunden von Haithabu. Bei meinen Nachforschungen bin ich auf Ergebnisse gestoßen, die mich meinen Rekonstruktionsvorschlag zur Untertunika nochmals überdenken lassen.

Aus dem Hafen von Haithabu gibt es zwei Fragmente (Nr. 66 und 67), die aufgrund ihrer Konstruktionsweise auf eine Obertunika mit gespaltenem Rockteil hinweisen. Der Schurz eines solchen Gewandes ist also nicht komplett bis zum unteren Saum geschlossen sondern mit Schlitzen versehen, die dem Träger eine größere Bewegungsfreiheit ermöglichen.
Tatsächlich gibt es auf dem Teppich von Bayeux mehrere Abbildungen von Männern, die eindeutig eine solche Tunika mit gespaltenem Rockteil tragen.





Zur Konstruktion der Obertunika werde ich demnächst einen eigenen Post verfassen, hier soll es nun ja eigentlich um die Untertunika gehen:
Stutzig gemacht hat mich die Darstellung eines Mannes, der mit einer Breitaxt einen Baum behaut.
Bei dem auf einem Baumstamm sitzenden Mann ist deutlich der Schnitt des Unterteils seiner Tunika zu erkennen. Diese scheint bis zur Hüfte gespalten zu sein, sodass man die Hosenbeine bis zum Bund sehen kann. Dies ist nur möglich, wenn auch das Untergewand des Mannes ebenso gespalten ist wie die Obertunika.



Dies führt mich zurück zum Fragment 55A, das wohl vom Schurzteil einer Untertunika stammt. Zwischen den Teilfragmenten c und d findet sich eine schlitzförmige Öffnung, die nach unten hin abgerissen ist. Diesen habe ich als fragmentarischen Rest eines Tascheneingriffs interpretiert und rekonstruiert. Ähnliche Konstruktionen gibt es bei Gewandresten aus Herjolfnes auf Grönland.
Aufgrund der Abbildung der gespaltenen Männerhemden auf dem Teppich von Bayeux könnte es ich bei der Schlitzöffnung von Fragment 55A aber durchaus auch um den Schurzteil einer gespaltenen Untertunika handeln.



Fragment 55A mit schlitzförmiger Öffnung


Die Anzahl der Schlitze im Schurzteil des Gewandes lässt sich leider anhand der Abbildungen nicht exakt bestimmen. Der auf dem Baum sitzende Mann könnte eine Tunika tragen, die sowohl vorn, hinten wie auch an den Seiten einen Schlitz aufweist. Bei den anderen, oben gezeigten Abbildungen lässt sich immerhin ein Schlitz an der Vorderseite des Gewandstückes erkennen.

Sven


Montag, 20. Mai 2013

Messer und Lederscheide

Nachdem ich mehrere Jahre mit einem immer wieder stumpf werdenden Messer mit nicht-so-authentischer Klinge unterwegs war, wurde es Zeit für etwas neues.

Allzweckmesser und Lederscheide


Da ich Schmiedetechnisch eher zwei linke Daumen habe (wie ein kleiner Krankenhausaufenthalt letztes Jahr in Ribe beweist) habe ich eine passende Klinge über das Internet erstanden. Dabei handelt es sich um eine Klinge nach Typ 3 aus den Funden von Haithabu.



Klingentypen aus dem Fundkomplex von Haithabu
Quelle: "Die Eisenfunde von Haithabu"


Den dazugehörigen Messergriff habe ich von der begabten Kunstschnitzerin Doreen (http://www.das-greiftier.de/) nach Vorlage der Messergriff-Funde anfertigen lassen. Dieser besteht, wie die meisten Messergriffe aus dem Fundkomplex, aus Eschenholz.


Eine Auswahl von Messergriffen
Quelle: "Die Holzfunde von Haithabu"


Verteilung der Messergriffe nach Holzart
Quelle: "Die Holzfunde von Haithabu"



Um das Messer entsprechend zu Verstauen fertigte ich noch eine passende Lederscheide an. Diese besteht, wie die meisten erhaltenen Originale (11 von 31 Exemplaren), aus Ziegenleder. Dieses wurde mit Leinengarn um das Messer genäht und anschließend in Form geschnitten. Ein kleines Lederband dient zur Aufhängung am Gürtel.


Lederfutterale aus Haithabu
Quelle "Die Lederfunde von Haithabu"


Ein kleines Projekt, aber ein praktischer Alltagshelfer!

Sven

Montag, 8. April 2013

Rekonstruktion einer Haithabu-Untertunika (Teil 2)

Liebe Leser,

lange ist hier auf diesem Blog nichts mehr passiert, was vor allem daran lag, dass Fjoergyn und ich für ein halbes Jahr durch Asien gereist sind und somit das Reenactment-Hobby erstmal auf Eis lag.
Nun sind wir aber endlich wieder zurück und möchten natürlich weiterhin mit Euch unsere Erfahrungen und Ergebnisse austauschen - es geht also wieder los!

Den Anfang macht ein Artikel, der, wie ich weiß, schon sehr lange von vielen ertwartet wird. Schon vor über einem Jahr habe ich mit der Recherche- und Rekonstruktionsarbeit zu einer Untertunika nach dem Fundkomplex aus Haithabu begonnen (zu lesen hier). Inzwischen ist sie fertig und ich will Euch das Ergebnis nicht vorenthalten.

Zunächst jedoch einmal: Asche auf mein Haupt! Eigentlich hatte ich geplant, den Stoff für die Tunika von Hand auf meinem Gewichtswebstuhl zu weben. Allerdings hat sich schon beim Aufschären der Kettfäden gezeigt, dass das von mir gewähte Garn leider völlig unbrauchbar war und viel zu schnell riss. Also habe ich mich doch für einen maschinell gewebten Wollstoff in Leinwandbindung entschieden. Dabei achtete ich darauf, dass dieser in Fadenstärke mit den Textilfragmenten aus dem Fundkomplex übereinstimmten, also je 10 Kett- bzw. Schussfäden auf 1cm Breite. Dieser wurde, wie bereits im ersten Artikel vorgeschlagen, mit Walnussschalen braun gefärbt und anschließend zugeschnitten. Vernäht wurde sie mit gezwirntem Wollgarn.


Die fertige Tunika (ungebügelt :-D )


 tiefer, runder Halsausschnitt ohne Schlitz

Bei einem Musterversuch aus günstigem Baumwollstoff musste ich jedoch feststellen, dass der geplante Ärmel nach Fragment 57 in Form und Stil nicht zum gesamten Gewand passte. Während der Oberteil der Tunika eng und körpernah geschnitten ist, stellte sich der rekonstruierte Ärmel als eher weit und schlabberig im bereich der Handgelenke heraus. So entschied ich mich im Sinne der Gesamtoptik für einen fgurbetonenden, trapezförmigen Ärmelschnitt mit leicht bogenförmig eingezogenen Seiten.


 Schnittmuster des Ärmels

Der Rockteil der Tunika wurde wie geplant aus zusammengesetzten Trapezen und Dreiecken konstruiert, inklusive des Tascheneingriffs auf der linken Seite des Schoßes. Die Gesamtlänge des unteren Saums entspricht etwa 2 Metern, was zu einem stark auslaufenden Rockschoß mit guter Bewegungsmöglichkeit fürt. Der Schnitt mit engem Hüftmaß und breitem Abschlusssaum erinnert somit stark an die auf dem Teppich von Bayeux dargestellten Tuniken (wobei es sich dabei sicher um Obertuniken handeln dürfte).



Schoßteil der Tunika


 Tascheneingriff


Tuniken auf dem Teppich von Bayeux

In diesem Sinne, danke für das lange Warten, es wird demnächst wieder häufiger etwas zu lesen geben!

Sven

Dienstag, 24. Juli 2012

Rekonstruktion des Lederbeutels aus Haithabu


Im Fundkomplex der Lederfunde von Haithabu findet sich ein abgerissenes Fragment aus Ziegenleder. Aufgrund der schmalen, schlitzförmigen Löcher an einer der Fragmentseiten wird davon ausgegangen, dass es sich hierbei um die Hälfte eines Beutels handelt, dessen Öffnung ursprünglich mit einem Lederstreifen gerafft und zusammengezogen wurde.

Das Fragment aus den Lederfunden


Das Fragment hat eine Breite von ca. 13cm und heute eine Höhe von noch ca. 14cm. Da die untere Seite komplett abgerissen ist, lässt sich heute die ursprüngliche Höhe des Beutels nicht mehr bestimmen. Auch ob der Beutel aus zwei Lederstücken bestand, die aufeinander genäht wurden oder aus einem längeren Stück, dass mittig gefaltet und dann vernäht wurde, ist nicht bekannt.

Für meine Rekonstruktion entschied ich mich für die letztere Variante, da ich mir somit die untere Verbindungsnaht sparen konnte. Aus einem stärkeren Ziegenleder (siehe dem Beitrag zur Rekonstruktion der Haithabu-Beinlinge) schnitt ich also ein Lederstück mit ca. 30cm Länge, was einer späteren Beutelhöhe von 15cm entspricht. Das Stück wurde mittig gefaltet und die Nahtlöcher mit einer Ahle vorgestochen. Anschließend wurden an beiden Enden jeweils 11 Schlitze für den späteren Beutelzug hineingeschnitten.


Nahaufnahme der Nahtlöcher und der Schlitze

Ein Rätsel gab mir die Lochreihe am oberen Ende des Beutelfragments auf (im Bild des Fragmentes rot markiert). Wäre der obere Rand des Beutels umgeschlagen und festgenäht gewesen, müsste es eigentlich eine zweite, parallele Lochreihe geben. Da diese aber nicht existiert liegt die Vermutung einer Ziernaht an der Beutelöffnung nahe.

Zunächst wurde der Beutel also „auf links“ mit einem gewachsten Leinengarn vernäht. Dazu zog ich den Faden mehrmals über einen klumpen aus Bienenwachs. Anschließend wurde der Beutel gewendet, ein Holzstab hilft dabei, die Ecken auszuformen. Darauf fertigte ich die angesprochene Ziernaht, in dem ich im Überwendlichstich jeweils links und rechtsrum das Garn durch die vorgestochenen Löcher führte. Dies ergab eine dreieckige Ziernaht.

Wachsen des Garnes

Detailansicht der Ziernaht

Abschließend wurde noch ein aus dem selben Leder geschnittenes Lederband durch die Schlitze gezogen und der Beutel damit verschlossen. In ihm finden Feuerstahl, Feuerstein und Zunder ihren Platz.




Das Säckchen wird zusammen mit dem Beinlingen am Gürtel befestigt, der unter der Tunika getragen wird. Somit ist er vor Beutelschneidern geschützt :-)

Sven


Dienstag, 10. Juli 2012

Guss eines Thorshammer-Amuletts


Kürzlich haben Fjørgyn und ich unseren ersten Gussversuch mit dem Wachsausschmelzverfahren unternommen. Das Ausgangsobjekt war ein aus Bienenwachs modelliertes Thorshammer-Amulett.

Dieses wurde in eine Mischung aus Ton (40% Schamotte), Pferdemist und Haare (in ca. 1-2 cm lange abschnitte geschnitten) eingebettet und zunächst mehrere Wochen getrocknet. Im Anschluss stellten wir die Form in den Ofen, um das Wachs heraus zu schmelzen und die letzte Feuchtigkeit im Formlehm verdampfen zu lassen. Anschließend wurde das Negativ gebrannt, sodass es den Guss überstehen konnte.

Gleichzeitig mit dem Metall wurde dann die Tonform im Schmelzofen langsam erhitzt. Dies hat den Vorteil, dass der Temperaturschock beim Gießen nicht so enorm ist und dass das flüssige Metall nicht so schnell erkaltet und somit die Form besser ausfüllen kann.


Die Form nach dem Guss


Nach dem Guss wurde die Form zunächst in kaltem Wasser abgekühlt und anschließend zerschlagen.


Die "verlorene" Form

Zum Vorschein kam das gegossene Amulett, das nun geschliffen und poliert werden muss. 


Sven

Donnerstag, 28. Juni 2012

Rekonstruktion der Haithabu-Beinlinge

Eine Frage die sich jeder ambitionierte männliche Wikinger-Reenactor irgendwann einmal stellt ist die nach dem korrekten Beinkleid. Auf Veranstaltungen tragen viele Darsteller eine Pluderhose - teilsweise in sehr abenteuerlichen Konstruktionen und Schnitten (was vor allem daran liegt, dass es mit der Fundlange für die Pluderhose bislang eher mau aussieht).

Doch gerade für Haithabu ist es gar nicht schwer, eine authentische Alternative zu finden. Im Komplex der Textilfunde aus Haithabu findet sich unter anderem ein gut erhaltenes Reststück eines Beinlings/Gamasche (Fragment 2)

Das Beiling-Fragment aus Haithabu. Es wurde vermutlich nach dem das Loch am Knie (unterer Teil) entstand ausgesondert und als Teerlappen weiterverwendet. 
Quelle: Inga Hägg - "Die Textilfunde aus dem Hafen von Haithabu"

Das Fragment besteht aus zwei Teilen (a und b), die mit einer Kappnaht zusammengefügt worden sind. Diese Nahtkonstruktion ist sehr bezeichnend, denn sie kommt in Haithabu ausschließlich bei Beinlingfragmenten vor (es gibt noch weitere). Das verwendete Material ist ein naturbrauner Gleichgratköper 2/2. Der Verlauf der Kettfäden in den Teilen a und b unterscheided sich dabei. Während die Kette im Teil a Quer zur Höhe des Kleidungsstück liegt, verläuft sie in Teil b parallel zur Höhe des Beinlings. Ob das Kleidungsstück ähnlich wie beim Hosenfund von Thorsberg einen Füßling besaß oder am Knöchel gerade abschloss lässt sich heute nicht mehr feststellen.

Am oberen Ende des Fragments, das vermutlich auf der Mitte des Oberschenkels abschloss, wurde ein Lederband angeknüpft. Dieses diente wohl dazu, den Beinling am Gürtel oder der Unterhose (?) zu befestigen, wie es auch in der Mode des hohen und späten Mittelalters der Fall war. Auf der Rückseite des Beins wurde das Kleidungsstück parallel zur Wade mit einem Überwendlichstich zusammengefügt. Der Saum an der Oberkante wurde ebenfalls mit einem Überwendlichstich versäubert. Beim Nähgarn handelt es sich um einen zweifädigen Wollzwirn.

Aus der Beschreibung des Fragments lässt sich somit folgendes Schnittmuster ableiten:



Für meine Rekonstruktion entschied ich mich für einen geraden Abluss des Beinlings ohne Füßlinge. Die Beinlinge stimmen in Material, Webart und -dichte, Nahtkonstruktionen und Nähgarn mit Fragment 2 überein. Das Lederband besteht aus einem Ziegenleder, welches mir der Schuhmacher Snorri Varnarsson vermacht hat. Dieses ähnelt in der Qualität sehr dem zur Wikingerzeit verwendeten Leder.



Nahaufnahme der Nahtkonstruktion von der Rückseite. Deutlich zu sehnen sind hier die Kappnaht (von links oben nach rechts unten) sowie die Außenseite des verbindenen Überwendlichstichs (von links unten nach rechts oben)


Durch die Verwendung des Gleichgratköpers ist das Kleidungsstück sehr elastisch, wodurch es auch beim Knien, Laufen oder in der Hocke immer gut sitzt und nie zwickt.

Es gibt sie also - die authentische Hosenlösung für Männer!

Sven